lich, daß ich ihm ein Zeichen zum Halten geben wollte; er stoppte; drei schrille Pfiffe erschallten kurz hintereinander; die Bremsen legten sich kreischend an die Räder; ein ohrzerreißendes Rauschen, Rollen, Zischen und Prasseln, und die Lokomotive hielt grad an der Stelle, wo mein Feuer am Bahndamme brannte. Der Maschinist neigte sich zu mir herab und fragte:
»Halloo, Mann, was soll Euer Zeichen bedeuten? Wollt Ihr vielleicht einsteigen?«
»Nein, Sir; ich möchte Euch grad im Gegenteil ersuchen, ab- und auszusteigen.«
»Fällt mir nicht ein!«
»Werdet es aber dennoch tun, denn da vorn sind Indianer, welche die Schienen aufgerissen haben.«
»Was sagt Ihr? Indianer? 's death! Redet Ihr die Wahrheit, Mann?«
»Habe keine Gründe, das Gegenteil zu tun!«
»Was wollt Ihr?« fragte mich jetzt auch der Conductor, welcher abgestiegen und herbeigekommen war.
»Es sollen Rothäute vor uns sein,« antwortete ihm der Maschinist.
»Ist's wahr? - Habt Ihr sie gesehen?«
»Gesehen und belauscht. Es sind Ogellallahs.«
»Die schlimmsten, die es geben kann! Wie viel?«
»Ungefähr sechzig.«
»Zum Henker! Das ist in diesem Jahre bereits der dritte Ueberfall eines Zuges, den die Halunken unternehmen; aber wir werden sie heimschicken. Habe längst gewünscht, eine Gelegenheit zu finden, ihnen auf die Finger zu klopfen. Wie weit sind sie von hier?«
»Drei Meilen ungefähr.«
»Dann deckt die Lichter zu, Maschinist! Die Kerls haben scharfe Augen. Hört, Master, ich bin Euch großen Dank schuldig dafür, daß Ihr uns gewarnt habt! Ihr seid ein Prairiemann, wie ich an Eurem Habitus erkenne?«
»So etwas Aehnliches, ich habe noch einen bei mir, der die Roten beobachtet, bis wir kommen.«
»Das ist klug von Euch. Aber, gebt Raum, Ihr Leute! |