Der Mann sah ihn einigermaßen verblüfft an.
»Wie meint Ihr das?«
»Wenn Ihr einen getötet habt, so könnt Ihr seine Habseligkeiten zum Beispiel an Euch nehmen, sonst aber nicht.«
»Sam, laßt Ihnen das Vergnügen,« wandte ich mich zu dem Gefährten, »wir brauchen ja nichts von alledem!«
»Wenn Ihr meint, so mag es sein; aber die Skalpe rührt Ihr uns nicht an!«
»Und den ermordeten Wärter nehmt Ihr mit, der da drüben liegt,« fügte ich hinzu; »das ist ja Eure Schuldigkeit!«
Dieser Wunsch mußte mir natürlich erfüllt werden. Die toten Indianer wurden aufgesucht und ihrer Waffen und sonstigen Habseligkeiten beraubt; dann lud man die toten Weißen in einen Wagen - ein kurzer Abschied, und der Zug dampfte davon. Einige Zeit lang noch vernahmen wir das immer schwächer werdende Rollen; dann waren wir wieder allein in der weiten, stillen Savanne.
»Was jetzt, Charley?« fragte Sam.
»Schlafen.«
»Denkt Ihr nicht, daß die Indsmen zurückkehren, nun, da die tapfern Leute fort sind?«
»Ich vermute es nicht.«
»Sollte mich aber zum Beispiel wundern, wenn Fred Morgan nicht wiederkäme, um wenigstens den Versuch zu machen, sein Pferd und mit ihm die Steine wiederzufinden!«
»Möglich, aber wahrscheinlich nicht. Wer will ein Pferd, welches vor dem Feuer flieht, wiederfinden? Und dazu weiß er ja, daß außer den Railroaders noch andere Leute hier sind, vor denen er sich nicht sehen lassen darf, wenn er nicht die höchste Gefahr laufen will.«
»Er hat mich ebenso gut erkannt, wie ich ihn, und es sollte mich wundern, wenn er nicht Lust hätte, mir eine Kugel oder ein scharfes Eisen zu geben!«
»Das müssen wir abwarten; heute aber sind wir jedenfalls sicher. Trotzdem können wir uns von der Bahn eine Strecke zurückziehen, welche groß genug für die Ueberzeugung ist, daß wir nicht gestört werden.«
»Well, also vorwärts!« |