 | Die Railtroublers »Vielleicht hat das >Greenhorn< bessere Augen gehabt als Ihr, Master,« antwortete ich lächelnd. »Warum sucht Ihr hier auf der linken Seite nach Spuren? Ihr wollt ein alter, erfahrener Savannenläufer sein und seht doch nicht, daß sich das Terrain hier rechts viel besser zu einem Lagerplatze und Versteck eignet als links da drüben, wo fast gar kein Buschwerk zu sehen ist.«
Er blickte mir sichtlich überrascht in das Gesicht und meinte dann:
»Hm, diese Ansicht ist nicht übel! So ein Büchermacher scheint doch zuweilen einen guten Gedanken zu haben. Habt Ihr etwas gefunden?«
»Ja.«
»Was?«
»Dort hinter den wilden Kirschensträuchern haben sie gelagert, und dahinten bei den Haselbüschen standen die Pferde.«
»Ah! Da muß ich hin, denn Ihr habt doch nicht die richtigen Augen, um zu sehen, wie viele Tiere es gewesen sind!«
»Es waren sechsundzwanzig.«
Wieder blickte er mich mit einer Gebärde der Ueberraschung an.
»Sechsundzwanzig?« fragte er ungläubig. »Woraus erkennt Ihr das?«
»Aus den Wolken jedenfalls nicht, sondern aus den Spuren, Sir,« lachte ich. »Von diesen sechsundzwanzig Pferden waren acht beschlagen und achtzehn unbeschlagen. Unter den Reitern befanden sich dreiundzwanzig Weiße und drei Indianer. Der Anführer der ganzen Truppe ist ein Weißer, welcher mit dem rechten Fuß hinkt; sein Pferd ist ein brauner Mustanghengst. Der Indianerhäuptling aber, der bei ihnen war, reitet einen Rapphengst, und ich glaube, daß er ein Sioux ist vom Stamme der Ogellallah.«
Das Gesicht, welches der Dicke mir jetzt machte, läßt sich gar nicht beschreiben. Der Mund stand ihm vor Erstaunen offen und die kleinen Aeuglein blickten mich mit einem Ausdrucke an, als ob ich ein Gespenst sei.
»All devils!« rief er endlich. »Ihr phantasiert wohl, Sir?« |
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