 | Die Railtroublers »Well, so schießt mir einmal mit dem Schrotlaufe den Vogel dort vom Busche!«
»Das ist zu weit!« meinte einer der Umstehenden.
»Wollen sehen!« bemerkte ich.
Ich langte nach der Schnur und setzte langsam und sehr bedächtig meinen Klemmer auf die Nase. Sofort brach der Dicke in ein lautes Gelächter aus.
»Hahahaha; eine Brille! Dieser deutsche Buchmacher kommt in diese alte Savanne, um mit dem Zwicker auf der Nase zu jagen! Hahahaha!«
Auch die Andern lachten; ich aber meinte sehr ernsthaft.
»Was lacht ihr, Mesch'schurs? Wenn man dreißig Jahre lang über den Büchern sitzt, so leiden die Augen, und es ist besser, man tut mit der Brille einen guten Schuß, als ohne dieselbe einen schlechten!«
»Richtig, Sir,« lachte der Dicke. »Aber ich möchte Euch einmal sehen, wenn Ihr so recht unerwartet einmal von den Rothäuten überfallen würdet! Ehe Ihr den Klemmer geputzt und auf die Nase gebracht hättet, würdet Ihr zehnmal skalpiert sein. Seht, nicht einmal den Vogel könnt Ihr nun schießen, denn er ist bereits auf und davon geflogen!«
»So suchen wir ein anderes Ziel!« meinte ich ebenso kaltblütig wie vorher.
Der betreffende Vogel hatte in einer Entfernung von vielleicht zweihundert Schritten auf dem Busche gesessen; das wäre also ein sehr gewöhnlicher Schuß gewesen. Ich aber hatte hoch über uns eine Lerche trillern gehört und blickte jetzt nach oben.
»Seht ihr die Lerche da oben, Mesch'schurs?« fragte ich. »Ich werde sie herunter holen.«
»Das ist ganz unmöglich!« rief der Dicke. »Laßt das sein, denn Ihr schießt doch nur ein Loch in die Luft. Das brächte nicht einmal der alte Sans-ear oder Old Firehand fertig!«
»Wollen sehen!«
Ich erhob die Büchse und drückte ab.
»Fort!« lachte der Dicke. »Der Schuß hat sie erschreckt; sie ist ausgerissen!« |
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