 | Helldorf-Settlement denen dünne Stücke des Büffelfleisches zum Trocknen aufgehängt waren.
»Ogellallahs!« sagte Fred.
»Seht Ihr, daß ich recht hatte!« sagte ich.
»Zweiunddreißig Zelte!« fügte er hinzu.
Winnetou hielt sein Auge scharf hinunter gerichtet und sagte dann:
»Naki gutesnontin nagoiya - zweihundert Krieger!«
»Und die Weißen sind bei ihnen,« bemerkte ich. »Wir wollen die Pferde zählen; so gehen wir am sichersten.«
Wir konnten die ganze Ebene übersehen und zählten zweihundertfünf Pferde. Für einen Jagdzug hatte man zu wenig Fleisch gemacht, auch war dieses Tal kein Ort zu einem einträglichen Büffelfang; wir hatten es also mit einem Kriegszuge zu tun, was auch die Schilde bewiesen, welche wir sahen. Auf der Jagd ist der Schild ja mehr hinderlich als förderlich. Das größte Zelt stand etwas abseits von den übrigen, und die Adlerfedern, welche seine Spitze zierten, ließen erraten, daß es das Häuptlingszelt sei.
»Was sagt mein Bruder Schar-Iih? Werden diese Kröten von Ogellallah noch lange hier bleiben?« fragte Winnetou.
»Nein.«
»Woraus schließt Ihr das, Charles?« forschte Fred. »Eine solche Frage ist schwer und auch zu wichtig für uns, als daß man sie so schnell beantworten kann.«
»Seht Euch die Gerippe der geschlachteten Büffel an, Fred! Sie werden Euch die Frage genau beantworten.«
»Ah! Wie so?«
»Die Knochen sehen bereits weiß aus; sie sind gebleicht und liegen wohl schon vier oder fünf Tage an der Sonne. Das Fleisch ist also wohl ziemlich trocken. Meint Ihr nicht?«
»Jedenfalls!«
»Nun, so können die Roten also aufbrechen. Oder meint Ihr, daß sie hier bleiben werden, um noch einige Partien Schach oder Dame zu ziehen?«
»Ihr werdet spitzig, Sir. Wollte nur hören, was Ihr sagtet. Ah, da tritt Einer aus dem Zelte! Wer mag das sein?«
Der Apache griff in die Tasche und zog ein - Fernrohr |
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