 | Helldorf-Settlement um an den Pferden vorüber zu kommen, und als er das eine Lagerfeuer beinahe erreicht hatte, hörte er den Ruf der Kröte. Dann mußte er seine Fährte auswischen, und die Sterne sind hoch gestiegen, ehe er kommen konnte. Was hat mein Bruder gesehen?«
»Ich habe Alles gehört, was wir zu wissen brauchen.«
»Mein weißer Bruder ist immer glücklich, wenn er den Feind belauscht. Er mag erzählen!«
Ich berichtete, was ich gehört hatte. Als ich fertig war, meinte Fred.
»So ist also Eure Vermutung richtig gewesen, Charles. Das mit dem Ueberfalle des Cannon war gut erraten!«
»Es war nicht schwer!«
»Und wie sah der Lange aus? Einen Schnitt hatte er über die Stirn?«
»Ja,«
»Und einen großen Bart?«
»Ja,«
»Er ist es, obgleich er früher keinen Bart getragen hat. Den Schnitt hat er sich bei dem Ueberfalle einer Farm da unten bei Leawenworth geholt. Und wie wurde er genannt?«
»Rollins.«
»Das muß man sich merken. Es ist bereits der vierte falsche Name, den ich von ihm höre. Aber was werden wir tun, Sir? Heut herausholen können wir ihn doch nicht.«
»Das ist allerdings unmöglich. Und übrigens kann Euch an seiner Bestrafung allein doch nicht gelegen sein. Die andern Railtroublers sind nicht weniger schlecht als er. Ich will Euch sagen, Fred, daß ich mich auf allen meinen Streifzügen möglichst gehütet habe, einen Menschen zu töten, denn Menschenblut ist die kostbarste Flüssigkeit, welche es gibt. Ich habe lieber großen Schaden getragen, ehe ich zur tödlichen Waffe griff, und wenn es doch geschehen mußte, so geschah es sicherlich im äußersten Grade der Notwehr. Und selbst da habe ich lieber den Feind kampfunfähig gemacht, als daß ich ihm das Leben nahm -«
»Ah,« meinte der Dicke, »da seid Ihr grad wie Old Shatterhand. Dieser soll auch nur in der größten Not einen |
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