 | In Californien »Aber Ma-ram war nicht gebunden, als wir ihn bei dem Bleichgesichte sahen,« bemerkte der frühere Sprecher.
»Ich gab ihn wieder frei, denn er versprach, mir ruhig nach den Wigwams der Comanchen zu folgen.«
»Uff! Was wollte der weiße Mann dort?«
»Den Häuptling der Apachen und Sans-ear befreien. Ich nahm die vier Häuptlinge der Racurroh gefangen und gab sie nur gegen ihre Gefangenen wieder los. Ich durfte mit ihnen gehen, und die Comanchen gaben uns den vierten Teil einer Sonne Zeit, zu enkommen.«
»Und die Gefangenen sind entkommen?«
»So ist es!«
Es machte mir Spaß, sie durch Darstellung dieser Verhältnisse in Harnisch zu bringen.
»Dann muß das Bleichgesicht sterben!«
Er ergriff sein Gewehr; es war das einzige vorhandene; die Andern hatten nur Bogen und Pfeile als Schußwaffen.
»Die roten Männer würden tot sein, noch ehe sie ihre Waffen erhoben haben, denn ich fürchte mich nicht vor acht Indsmen. Aber die Krieger der Comanchen werden mir nichts tun, wenn ich ihnen sage, daß sie Sans-ear, Winnetou und die beiden Uebrigen heut wieder fangen können.«
»Uff! Wo?«
»Hier!« Ich deutete nach rechts und nach links. »Dort steht Winnetou mit Sans-ear, dem Indianertöter, und hier der Weiße mit dem schwarzen Manne!«
Hüben und drüben waren die Genannten einige Schritte vorgetreten und hielten ihre Büchsen im Anschlage. Zu gleicher Zeit war ich um einige Schritte zurückgesprungen und richtete die meinige auf den Anführer.
»Die roten Männer sind unsere Gefangenen; sie mögen von ihren Pferden steigen!« gebot ich ihnen.
Sie waren drei Männer mehr als wir, unsere fünf Büchsen aber waren ihnen überlegen. Zur Flucht gab es weder vor noch rückwärts eine Gelegenheit, und so wunderte ich mich nicht, als der Anführer die Hand von seinem Schießeisen nahm und fragte:
»Sieht mein weißer Bruder nicht, daß sich die roten Männer nicht auf dem Kriegspfade befinden?« |
 |  |
 |