 | In Californien wesen, sich zu retten; aber es hatte eine nicht geringe Verwegenheit dazu gehört, sich - die Verfolger im Rücken - in das Gebirge der Comanchen zu wagen, um ihnen ihre Pferde zu rauben. Die beiden Räuber waren wirklich kühne Männer, die als Gegner nicht unterschätzt werden durften. In unsere Hände mußten sie aber doch kommen, und wenn wir ihnen rund um die Erde folgen sollten; darum war mir das Zusammentreffen mit diesen Comanchen willkommener als jede andere Begegnung.
Sie hielten nur kurze Rast, und erst beim Aufbrechen fragte ich sie:
»Wo haben meine roten Brüder die Spur der weißen Männer zuletzt gesehen?«
»Zwei Sonnen von hier. Will mein Bruder ihnen folgen?«
»Ja. Wenn wir sie treffen, so sind sie verloren!«
»Uff! Der weiße Mann spricht aus dem Herzen der Comanchen. Er reite immer nach Sonnenuntergang, bis er nach einer Sonne ein großes Tal erreicht, welches von Mittag nach Mitternacht geht. Er folge diesem nach Mitternacht, wo er die Stelle ihres Feuers finden wird. Dann reite er über die Höhe bis an das Wasser, welches nach Westen fließt und folge ihm; er wird finden zweimal die Asche von ihrem Feuer. Hier mußten die Krieger der Comanchen umkehren, weil dort das Jagdgebiet der Navajoes beginnt.«
»Wie nahe waren meine Brüder, als sie umkehren mußten, den Verfolgten?«
»Nicht ganz eine halbe Sonne. Die roten Krieger wären ihnen doch gefolgt, aber sie erblickten in den Tälern die Wigwams der Feinde, bei denen sie den Tod gefunden hätten.«
»Die Krieger der Comanchen können To-kei-chun und den drei Häuptlingen sagen, daß Winnetou, Sans-ear und Old Shatterhand die beiden Verräter ereilen werden. Ma-ram mag sehr oft an Old Shatterhand denken, denn dieser denkt auch an ihn!«
»Wird Winnetou, der Apache, die Krieger der Comanchen verfolgen?«
»Nein; er ist ihr Feind, aber sie haben das Calumet des Friedens mit seinen Brüdern geraucht; er wird sie ziehen lassen!« |
 |  |
 |