das kann ich nicht dulden; lieber laufe ich auf der Stelle fort und lasse Euch mit Eurem ganzen Gesindel in diesem unseligen Rancho allein. Ich wollte, ich hätte mich niemals von Euch bereden lassen, mein schönes San Jose zu verlassen und - -«
»Aber Mutter, siehst du denn nicht, daß dieser Don unserm guten Don Allano so ähnlich sieht!« meinte die Jüngere, indem sie auf Marshall deutete.
»Mag er ihm ähnlich sehen, er ist es nicht!« antwortete die Andere, sichtlich erbost über die Unterbrechung ihres ausgezeichneten Redeflusses. »Wer sind diese Männer, und wer wird die Arbeit mit ihnen haben? Ich, sonst kein anderer Mensch. Und das will etwas sagen, wenn man so schon für eine unendliche Wirtschaft zu sorgen hat, wie die unsrige ist. Ich weiß oftmals gar nicht, ob ich einen Kopf habe oder nicht, und wenn ich nun gar noch für fünf fremde Gäste zu - -«
»Aber Sennora Eulalia, es sind ja gar keine Gäste!« fiel jetzt der Ranchero in die Rede.
»Keine Gäste? Was denn, Don Fernando de Venango e Colonna?«
»Gefangene, Sennora Eulalia.«
» Gefangene? Weshalb sind sie gefangen, Don Fernando de Venango de Molynares?«
»Sie haben uns eine Kuh und drei Vaqueros getötet, meine liebe Sennora Eulalia.«
Es war wirklich interessant, mit welcher Unverfrorenheit er unsere Untaten multiplizierte.
»Eine Kuh und drei Vaqueros!« rief sie, die rußfarbenen Hände zusammenschlagend, daß unsere Pferde erschrocken die Ohren spitzten. »Das ist ja schrecklich - gräßlich - himmelschreiend! Habt Ihr sie auf der Tat ertappt, Don Fernando e Colonna de Gajalpa?«
»Nicht bloß auf einer, sondern auf allen Taten, Sennora EuIalia. Und sie haben sie nicht nur getötet, sondern auch gebraten und verzehrt.«
Die Augen der Donna wurden noch einmal so groß.
» Gebraten und verzehrt? Die Kuh oder die drei Vaqueros, Don Fernando de Gajalpa y Rostredo?«
»Zuerst die Kuh, Sennora Eulalia.« |