»Ah!« - Ich weiß nicht, woher mir der Gedanke kam, dem ich sofort Ausdruck gab: »Den Mulatten kenne auch ich. Er hat eine Messerwunde über seine rechte Wange?«
»Wirklich, Ihr kennt den Cap -- Ihr kennt Sir Shelley! Wo habt Ihr ihn kennen gelernt?«
»Wir hatten Geschäfte miteinander, und ich möchte gern wissen, wo er hin ist.«
»Weiß es nicht, Sir!«
Er sprach mit diesen Worten die Wahrheit, das sah ich ihm an.
»Was wollten die Männer bei Euch?« fragte ich weiter.
»Sir, es werden die zehn Minuten wohl bereits abgelaufen sein!«
»Noch nicht! Aber ich will Euch sagen, daß sie sich nach Eurem früheren Prinzipal, Master Marshall, erkundigt haben. Uebrigens sollt Ihr bis zu Ende unserer Unterredung noch fünf Dollars haben!«
Bernard griff in die Tasche und gab sie ihm.
»Danke, Sir! Ihr seid andere Leute als diese Morgans und dieser Shelley, und ich werde Euch bessere Auskunft geben als ihm. Da Ihr mit ihm Geschäfte gemacht habt, so werdet Ihr auch wissen, wie filzig er ist. Er sollte doch einen Kameraden von Sid - - -«
Er stockte, beinahe erschrocken über das Wort, welches er begonnen hatte.
»Sidney-Coves, sagt es nur! Ich kenne das auch.«
»Auch? Nun seht, dann versteht Ihr jedenfalls zu beurteilen, was kleine Dienste oft zu bedeuten haben. Wohin die Drei sind, das weiß ich nicht, aber sie haben da drüben lange herum gesucht und ein Papier gefunden. Hätte Sir Shelley anders mit mir gesprochen, so hätte er andere Papiere bekommen.«
»Und wie muß man mit Euch sprechen, um diese zu bekommen?«
Er lachte niederträchtig und fügte bei - »Wie bisher!«
Also eine Unterhaltung mit Dollars! Der Kerl war jedenfalls ein ganz abgefeimter Bursche.
»Was sind es für Papiere?« erkundigte ich mich.
»Briefe.« |