empfahl mich dem Schutze Gottes, schloß die Augen und - - öffnete sie wieder, als die Sonne bereits hoch am Himmel stand; so lange hatte ich geschlafen.
Jetzt suchte ich zunächst einen verborgenen Platz, an welchem es ein wenig Weide gab; da band ich mein Pferd an und machte mich dann auf, den Schauplatz der gestrigen Katastrophe zu besuchen. Es war ein außerordentlich gefährliches Unternehmen, aber es mußte gewagt werden, wenn ich den Gefährten nützlich sein wollte. Schritt um Schritt pürschte ich mich zur Höhe empor; um eine Strecke zurückzulegen, welche ein langsamer Fußgänger in zehn Minuten durchgeht, brauchte ich zwei volle Stunden, dann aber ging es, und nun mit verzehnfachter Vorsicht, bergab. Eben wollte ich an einer ziemlich alten Steineiche vorüber, als ich einen ganz eigentümlichen Laut vernahm.
»Pst!«
Ich blickte mich um, konnte aber nichts bemerken.
»Pst!«
Jetzt hörte ich, daß der Laut von oben kam, und schaute empor.
»Pst, Massa!«
Ah, da droben über dem ersten Aste des Baumes war ein Loch ausgefault und aus demselben grinste mir das schwarze Gesicht Bobs freundlich lachend entgegen.
»Wart, Massa; Bob kommen!« flüsterte er von oben herab.
Dann hörte ich ein Geräusch, ähnlich demjenigen, welches ein im Zimmer Sitzender vernimmt, wenn ein Schornsteinfeger in der nebenan emporführenden Esse arbeitet, und gleich darauf bewegten sich die Haselruten, welche rund um den Stamm des Baumes aufgeschossen waren.
»Massa kommen herein in Zimmer; kein Indian' finden dann klug Bob und Massa!«
Ich kroch hinein und befand mich im Innern des hohlen Baumes, dessen Oeffnung durch die Haseln vollständig verdeckt wurde.
»Lack-a-day, wie hast du diesen Aufenthalt entdeckt?« fragte ich.
»Viehzeug reißen aus vor Bob, kriechen in Baum und gucken oben durch Fenster. Bob können machen auch so.« |