»Du darfst ihn nicht schlagen, Bob, denn das ist nicht ritterlich und außerdem eine Beleidigung, die ein Indianer nur mit dem Tode vergilt. Wenn er ja wieder frei werden sollte und dich einmal trifft, so bist du verloren!«
»Nigger Bob verloren? Oh, ah, Massa! Dann lieber gleich schlagen tot Indian', daß nicht er werden wieder frei!«
Er zog wirklich seinen Bowiekneif und setzte die Spitze desselben auf die Brust des Comanchen.
»Halt, Bob, keinen Mord! Wenn wir ihn leben lassen, wird er uns großen Nutzen bringen. Hilf mir, ihn auf das Pferd binden!«
Ich nahm dem Indianer den Knebel aus dem Munde.
»Mein roter Bruder mag atmen, aber er darf nicht sprechen, außer wenn ich ihn frage!«
»Ma-ram wird reden, wenn es ihm beliebt,"« antwortete er. »Das Bleichgesicht wird mich töten und meinen Skalp nehmen, auch wenn ich nicht spreche.«
»Ma-ram wird leben und seinen Skalp behalten, denn Old Shatterhand tötet seinen Feind nur im Kampfe.«
»Das Bleichgesicht ist Old Shatterhand? Uff!«
»Ich sage die Wahrheit. Ma-ram ist nicht mehr mein Feind, sondern mein Bruder. Old Shatterhand wird ihn bringen in das Wigwam seines Vaters.«
»Der Vater von Ma-ram ist To-kei-chun (* Der gehörnte Stier.), der große Häuptling der Comanchen, welcher über die Krieger der Racurroh gebietet; er wird Ma-ram töten, weil er der Gefangene des Bleichgesichtes ist.«
»Will mein Bruder frei sein?«
Der Indianer blickte mich verwundert an.
»Kann Old Shatterhand den Krieger freigeben, dessen Leben und Skalp ihm gehört?«
»Wenn mein junger roter Bruder mir verspricht, nicht zu fliehen, sondern mich in die Wigwams seines Stammes zu begleiten, so werde ich ihn losbinden und ihm ein Pferd geben; auch seine Waffen, die dort am Sattel hängen, darf er behalten.«
»Uff! Old Shatterhand hat eine starke Faust und ein |