 | Unter den Comanchen Die Comanchen hatten jedenfalls der nahen Büffeljagd wegen hier eine so bedeutende Niederlassung errichtet und schienen durch die Ankunft der Gefangenen außerordentlich in Anspruch genommen zu sein, da wir niemand antrafen und uns dem Lager so weit zu nähern vermochten.
Ich parierte mein Pferd.
»Dort sind die Wigwams der Comanchen?« fragte ich.
»Sie sind es,« antwortete Ma-ram.
»Wird dort To-kei-chun, der große Häuptling, anwesend sein?«
»Der Vater Ma-rams ist stets bei seinen Kindern.«
»Will mein roter Bruder hinreiten und ihm sagen, daß Old Shatterhand ihn besuchen wird?«
Er blickte doch ein wenig überrascht zu mir empor.
»Fürchtet sich Old Shatterhand nicht vor so vielen Feinden? Er tötet den Büffel und den grauen Bären, aber er kann nicht töten die Comanchen, welche zählen wie die Bäume des Waldes.«
»Old Shatterhand will töten die Tiere des Waldes, aber nicht seine roten Brüder. Er fürchtet sich nicht vor den Sioux, den Kioways, den Apachen und Comanchen, denn er ist aller tapfern Krieger Freund und gibt seine Kugel nur dem Bösen und dem Verräter. Er wird hier warten. Mein Bruder gehe!«
»Aber Ma-ram ist sein Gefangener; wenn er ihn nun verliert?«
»Ma-ram ist jetzt nicht mehr mein Gefangener; er hat den Rauch des Friedens mit mir gegessen; er ist frei!«
»Uff!«
Mit diesem Worte gab er seinem Tiere die Fersen zu fühlen und ritt im Galopp davon. Ich stieg mit Bob ab; wir setzten uns nieder und ließen die Pferde grasen. Der gute Neger machte ein höchst bedenkliches Gesicht.
»Massa, was werden Indian' machen mit Nigger Bob, wenn Massa nehmen Bob mit zu Indian'?«
»Das müssen wir abwarten.«
»Abwarten sein bös' schlimm' schlecht' Ding. Werden Bob abwarten, daß Indian' braten Bob am Pfahl?«
»Es wird vielleicht nicht so schlimm, wie du denkst. Wir |
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