 | Unter den Comanchen Seite eines Häuptlings. Wo hat der weiße Mann seine Wigwams und seine Krieger?«
Ich nahm den Tomahawk in die Rechte.
»Ein Häuptling muß stark und tapfer sein. Wenn die roten Männer nicht glauben, daß ich ein Häuptling bin, so mögen sie mit mir kämpfen; dann werden sie erfahren, ob ich die Wahrheit sage.«
»Wie ist der Name des Bleichgesichtes?«
»Die roten und weißen Krieger und Jäger nennen mich Old Shatterhand.«
»Der weiße Mann wird sich diesen Namen selbst gegeben haben!«
»Wenn die Häuptlinge der Comanchen mit mir kämpfen wollen, so dürfen sie den Tomahawk und das Messer nehmen; ich aber nehme nur meine Hand. Howgh!«
»Der weiße Mann spricht stolze Worte; er wird zeigen dürfen, ob er Mut hat. Er steige auf sein Pferd und komme mit den Kriegern der Racurroh!«
»Werden diese Krieger das Calumet mit mir rauchen?«
»Sie werden beraten, ob sie es tun dürfen.«
»Sie dürfen es, denn ich komme in Frieden zu ihnen!«
Ich stieg auf, und auch Bob krabbelte sich auf sein widerspenstiges Pferd. Um ihn schien man sich gar nicht zu bekümmern; der Indianer ist gegen die schwarze Rasse noch stolzer als der Weiße. Ich aber wurde von den Häuptlingen in die Mitte genommen, und fort ging es in rasendem Galopp auf das Lagerdorf zu, in dasselbe hinein und zwischen den Zeltreihen hinauf, bis wir an ein großes Zelt gelangten, vor welchem sie anhielten und absprangen. Ich tat dasselbe.
Bob war nicht zu sehen; ich war umgeben von den sämtlichen Kriegern, welche mich geholt hatten. Der Häuptling, welcher bereits vorhin das Wort geführt hatte, griff nach meiner Büchse.
»Das Bleichgesicht möge uns seine Waffen geben!«
»Ich behalte meine Waffen, denn ich bin freiwillig zu euch gekommen und nicht euer Gefangener.«
»Der weiße Mann wird uns aber dennoch seine Waffen geben, bis die roten Männer wissen, was er bei ihnen will.« |
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