 | Unter den Comanchen entgegen. Die vorsichtigen Leute waren uns hinter den Zelten vorausgeeilt, um mich in meinem Spaziergange zu unterbrechen. Ich legte die Hand an den Kolben meines Stutzens, doch To-kei-chun gab mir schon von weitem durch einen Wink zu verstehen, daß er in keiner feindseligen Absicht komme. Ich blieb stehen und erwartete ihn.
»Wohin will mein weißer Bruder gehen? Er komme mit zum Platze der Beratung, wo die Häuptlinge der Comanchen mit ihm sprechen werden!«
Vorher war ich der >weiße Mann< oder das >Bleichgesicht<; jetzt nannte er mich seinen >weißen Bruder<, ich mußte mich also doch bei diesen Leuten einigermaßen in Respekt gesetzt haben.
»Werden meine roten Brüder das Calumet mit mir rauchen?«
»Sie werden mit ihm reden, und wenn seine Worte gut sind, wird er sein, wie ein Sohn der Comanchen.«
»So mögen meine Brüder gehen; Old Shatterhand wird ihnen folgen!«
Es ging wieder rückwärts, an meinem Zelte vorüber. Etwas weiter oben, ja wirklich, da sah ich Sams alte Tony angehängt stehen und daneben Winnetous und Bernards Pferd. Die drei Gefangenen selbst aber befanden sich nicht in der Nähe, sonst hätte ich ihre Wache bemerken müssen.
Endlich kamen wir an eine Stelle, an welcher sich die Zeltreihe erweiterte und einen beinahe kreisförmigen Platz bildete, der von mehreren Reihen von Indianern eingefaßt war. Dies war sicherlich der Ort der Beratung.
Die Häuptlinge schritten auf die Mitte desselben zu und ließen sich nieder; eine Anzahl Wilder, gewiß aus irgend einem Grunde Bevorzugte, näherte sich und setzte sich den Häuptlingen gegenüber in einem Halbkreise zur Erde. Ich machte wenig Federlesens, setzte mich auch und gab sogar Bob einen Wink, hinter mir Platz zu nehmen. Dies schienen die Häuptlinge sehr mißfällig zu bemerken.
»Warum setzt sich der weiße Mann, da doch Gericht über ihn gehalten werden soll?« fragte To-kei-chun.
Ich machte eine Bewegung der Geringschätzung.
»Warum setzen sich die roten Männer, da doch Old Shatterhand über sie Gericht halten wird?« |
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