 | Unter den Comanchen welchem tausend Kugeln kommen, und darum wird er jetzt mit ihnen den Rauch des Friedens essen!«
Ich steckte den Tabak in Brand, tat zwei Züge nach dem Himmel und der Erde, vier nach den Weltgegenden und gab dann To-kei-chun die Pfeife. Es gelang mir wirklich, ihn zu überrumpeln; er nahm das Calumet, tat seine sechs Züge und gab es dann weiter; der letzte Häuptling gab es mir zurück, und jetzt erst setzte ich mich, und zwar mitten unter sie hinein.
»Wird mein weißer Bruder uns nun unsere Seelen wiedergeben?« fragte einer der Häuptlinge besorgt.
Ich mußte sehr vorsichtig antworten:
»Bin ich nun unter den roten Männern wie ein Sohn der Comanchen?«
»Old Shatterhand ist unser Bruder; er ist frei. Er wird eine Hütte erhalten und kann tun, was er will.«
»Welche Hütte werde ich bekommen?«
»Old Shatterhand ist ein großer Krieger; er wird das Zelt erhalten, welches er sich wählt.«
»So mögen meine roten Brüder mit ihm kommen, damit er wählen kann!«
Sie erhoben sich, um mir zu folgen. Ich schritt die Zeltreihe noch weiter aufwärts, bis ich eine Hütte bemerkte, vor welcher vier Männer Wache hielten. Ich legte die Hände an den Mund und stieß das Geheul des Coyoten aus, und sofort wurde mir aus dem Innern des Zeltes die erwartete Antwort. Ich tat einen Sprung bis an die Tür und rief:
»Hier ist die Wohnung von Old Shatterhand!«
Die Häuptlinge sahen einander höchst verblüfft an, denn diesen so leicht denkbaren Fall hatten sie gar nicht vorgesehen.
»Dieses Zelt kann mein weißer Bruder nicht bekommen!«
»Warum?«
»Es gehört den Feinden der Comanchen.«
»Wer sind diese Feinde?«
»Zwei Bleichgesichter und ein roter Mann.«
»Wie sind die Namen dieser Männer?«
»Der rote Mann ist Winnetou, der Häuptling der Apachen, und einer der Weißen ist Sans-ear, der Indianertöter.«
Wußten sie noch gar nicht, daß ich der Gefährte der Ge- |
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