 | Unter den Comanchen fangenen gewesen war? Ich hatte allerdings zu Ma-ram kein Wort darüber gesprochen, aber es mußte doch durch Patrik zur Sprache gekommen sein.
»Old Shatterhand will diese Männer sehen!«
Mit diesem Worte trat ich ein; sie folgten augenblicklich.
Die Gefangenen lagen, an Händen und Füßen gebunden, an der Erde und waren außerdem noch an die Zeltstangen gefesselt. Sie hatten jedenfalls bereits meine Stimme erkannt, aber keiner von ihnen sprach ein Wort, keiner verriet durch eine Miene die frohe Empfindung, welche meine Anwesenheit hervorrufen mußte.
»Was hatten diese Männer getan?« fragte ich.
»Sie haben getötet die Krieger der Comanchen.«
»Hat mein roter Bruder dies gesehen?«
»Die Krieger der Racurroh wissen es.«
»Die Krieger der Racurroh werden es beweisen müssen! Dieses Zelt ist mein, und diese drei Männer sind meine Gäste!«
Ich zog das Messer, um die Bande der Gefangenen zu lösen; da ergriff einer der Häuptlinge meinen Arm.
»Diese Männer müssen sterben. Mein weißer Bruder wird sie nicht zu seinen Gästen machen!«
»Wer kann mir das verbieten?«
»Die vier Häuptlinge der Racurroh!«
»Sie mögen es wagen!«
Ich stellte mich zwischen sie und die Gefangenen. Außer ihnen war nur Bob eingetreten.
»Bob, schneide die Stricke entzwei; zuerst bei Winnetou!«
Der Neger hatte sich bereits zu seinem Herrn geschlichen; doch folgte er meinem Befehle, da auch er den Gedanken haben mochte, daß Winnetou uns mehr nutzen könne, als Bernard.
»Der schwarze Mann mag sein Messer einstecken!« gebot derselbe Häuptling, aber bereits war Winnetou frei von seinen Fesseln.
»Uff!« rief der Häuptling, als er seinen Befehl mißachtet sah, und wollte sich auf Bob werfen, der bereits über Sam kniete, um ihn zu befreien.
Ich trat ihm entgegen; er zuckte das Messer auf mich und traf mich, da ich mich schnell zur Seite wandte, in den Ober- |
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