 | Unter den Comanchen Häuptling Gericht halten können, außer wenn er im Kampfe feig ist. Die Häuptlinge der Racurroh wollten Old Shatterhand töten; sie sind in seinem Wigwam, und er allein kann sie bestrafen.«
»Und was wird er mit ihnen tun?«
»Er wird sie töten, wenn er nicht die Freiheit seiner Gäste bekommt!«
»Kennt er diese Gäste?«
»Ja.«
»Es ist Sans-ear, der Indianertöter.«
»Haben meine Brüder gesehen, daß er einen Comanchen getötet hat?«
»Nein. Und Winnetou, der Pimo (* Unter den Comanchen Schimpfname der Apachen.), der Hunderte von Comanchen tötete!«
»Hat er einen Racurroh getötet?«
»Nein. Wer ist der Dritte?«
»Ein Mann aus dem Norden, der noch niemals den Sohn einer roten Mutter tötete.«
»Wenn unser Bruder die Häuptlinge tötet, so wird auch er mit seinen Gästen erschlagen!«
»Meine Brüder treiben Scherz! Wer will Old Shatterhand töten? Hat er nicht die Seelen der Comanchen in dem Laufe seines Gewehres?«
Sie befanden sich in Verlegenheit und besannen sich. Unmöglich konnten sie ihre Häuptlinge preisgeben.
»Mein Bruder möge warten, bis wir wiederkehren!«
Sie entfernten sich, und die Beratung begann von neuem. Soweit ich blicken konnte, verriet kein Angesicht eine Spur von Haß oder Wut gegen mich. Ich wehrte mich mutig und vertraute ihnen; es war also keine Schande für sie, mit mir zu unterhandeln. Nach beinahe einer halben Stunde kehrten die drei Abgesandten wieder zu mir zurück.
»Old Shatterhand soll haben seine Freiheit und die Freiheit seiner Gäste den vierten Teil einer Sonne lang!«
Ah, also gerieten sie auf das alte Indianervergnügen, ihre Gefangenen freizulassen, um eine interessante Jagd abhalten zu |
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